Der große Umbau – Teil 2: Von FSX zu P3D

Endlich…endlich(!)… nach mehreren Monaten komme ich endlich mal wieder dazu, meinen Blog zu aktualisieren. Die letzten Monate waren mega stressig. Neuer Job, viel unterwegs und natürlich all die anderen Hobbies und Familie. Tatsächlich aber ist auch am Cockpit viel passiert. Aber der Reihe nach. Hier erst einmal der 2. Teil meines vor 1 Jahr angefangenen Umbauprojektes.

Mit der Umstellung von der einfachen Beamer-Projektion auf einen 180 Grad Curved Screen musste nicht nur in neue Hardware investiert werden, sondern es drängte sich auch der Umstieg von FSX auf Prepar3D auf. Alles andere wäre Quatsch gewesen. Denn nicht nur aus Performance-Gründen ist Prepar3D die deutlich bessere Wahl. Insbesondere für eine Projektion mit mehreren Beamern liefert P3D ab der Version 3.3. spezielle Optionen, mit denen die Darstellung eines “Surround-Bildes” deutlich verbessert wird. Das Ganze nennt sich in P3D “View Groups”. Mit einer View Group werden die Konfigurationen der einzelnen Beamerin einem einzelnen Objekt zusammengefasst. Wenn auch die Software für die Multi-Beamer-Konfiguration dies unterstützt, wird die Einrichtung deutlich erleichtert. Aber keine Sorge – genug Arbeit ist es immer noch, wie ihr im letzten Beitrag nachlesen könnt 😉

Ein weiterer wichtiger Grund für den Umstieg auf Prepar3D ist zudem die 64Bit Architektur, die mit der Version 4 Einzug gehalten hat. Dies verhindert Abstürze aufgrund von Speichermangel, wie es sie hin und wieder im FSX gab, wenn man zu viel vom System wollte. Bzw. bei neuen Mega Airport Szenerien, wie Frankfurt war es auch mit bescheidenen Einstellungen ja oft eng genug, ohne Out-of-Memory Absturz den Anflug zu Ende zu bringen. Nun gibt es in P3D zwar keine Out-Of-Memory Abstürze mehr. Dennoch kann man je nach Systemeinstellungen auch hier das System an seine Grenzen bringen. Isnbesondere durch die Projektion auf meine 3 Beamer muss ich meine Einstellungen sehr genau abwägen. Mit meiner GTX1070 und einem Core4690K Prozessor bin ich da mal so gerade im unteren Mittelfeld der Szenerie-Einstellungen, um ruckelfrei fliegen zu können. Alle, die nur ein Visual zu versorgen haben, können hier natürlich deutlich aufdrehen.

Um in den Genuss der höheren Einstellungen zu kommen, werde ich dann irgendwann mal die CPU und die Grafikkarte tauschen. Aber das muss jetzt erstmal warten. Erstens sind die Grafikkarten immer noch sehr teuer. Und zweitens will ich mich jetzt erst einmal auf die Shell konzentrieren. Denn nachdem P3D mir nun ein super Curved Screen Bild liefert, fühle ich mich nun wie im Cabrio durch die Luft gleitend.

Ohne Dach über dem Kopf etwas zugig ;-). Auch die Bild-Übergänge sind hier noch nicht perfekt eingestellt

An der Shell war ich die letzten Monate auch bereits fleißig dran. Dazu aber mehr im nächsten Beitrag.

Zum Abschluss sei allen, die auch heute noch mit dem FSX unterwegs sind, gesagt: der Umstieg klappte deutlich einfacher als gedacht. Für viele Szenerien gibt es sehr günstige Upgrades von der FSX Version auf die P3Dv4 Version. Leider gibt es aber auch bis heute einige Szenerien noch gar nicht in der V4 Version, oder welche, die nur notdürftig auf die 64Bit Architektur umgebaut wurden, aber mit mäßiger Performance nicht wirklich Freude bereiten. EDDL von JustSim ist so ein Beispiel. Ich hoffe, das Aerosoft bald den Mega Airport Düsseldorf für P3D V4 auf den Markt bringt!

Der große Umbau – Teil 1: Curved Screen!

Ich war ja schon froh, das ich eine schöne Beamer Lösung für mein Cockpit gefunden habe. Das räumliche Gefühl, vom Cockpit nach draußen zu schauen, kommt aus meiner Sicht deutlich besser zur Geltung, als mit einem oder mehreren Monitoren.

Das es aber noch viel “räumlicher” geht, habe ich bei diversen Besuchen bei anderen Cockpit-Konstrukteuren feststellen dürfen und habe neidisch ihre 180° oder sogar 220° Rundumsichten bewundert.

Daher hatte ich letzten Sommer bereits, als mein Beamer ohnehin das Zeitliche segnete, die Chance ergriffen, günstig 2 gebrauchte baugleiche Beamer zu ergattern. Mit dem bei mir doch begrenzten Platz wollte ich zumindest eine teilweise Rundumsicht bauen. Mit etwas Glück ließe sich vielleicht so um die 130° schaffen. Zum Einsatz kam aber bislang erstmal nur einer der Beamer.

BIS JETZT! Denn nun habe ich es endlich in Angriff genommen, meine Flat View in eine Curved Leinwand umzubauen! YES!

Das bedeutete in meinem Fall jedoch erst einmal, für das im Wege stehende Mobiliar einen neuen Platz zu finden, den auch meine Regierung akzeptierte. Und als das gelungen war, konnte es mit dem Umbau losgehen  🙂

Eine größere Herausforderung war dann auch, das das Podest, auf dem das Cockpit steht, etwas verschoben werden musste. Da ich zu Beginn nicht soweit gedacht hatte, habe ich damals auf Rollen im Unterbau verzichtet. Und Holz über Teppich schieben ist generell ja eher schwierig und dann auch noch mit dem hohen Gewicht …aber ich habe eine richtig coole Lösung im Baumarkt gefunden:

superflache Lastenrolle aus dem Baumarkt

Per Hebelstange vorsichtig und gleichzeitig links und rechts das Podest angehoben, 6 Stück davon unter den Rahmen gerollt und schon ließ sich das Podest super leicht mit 1 Hand bewegen! Die Erleichterung war zugegebener Weise ziemlich groß 🙂

Und die Freude war umso größer, als mein Schatz nach Besichtigung des neuen Cockpit-Standorts vorschlug, doch den einen Schrank, der da tatsächlich noch immer ziemlich “unglücklich” im Wege stand, auch noch aus dem Weg zu räumen. Jetzt war sogar eine 180° Sicht möglich!

Vorab hatte ich noch die Halterung für die künftige 2 Beamer-Lösung installiert. Da die Beamer für die Rundum-Darstellung ja sehr fein aufeinander abgestimmt werden müssen, bietet es sich an, eine flexible Halterung zu bauen, die ausreichend Positionskorrekturen erlaubt. Da bei mir die Deckenhöhe lediglich 205 cm beträgt, habe ich zudem darauf geachtet, möglichst wenig an Höhe einzubüßen.

Einfacher Verschiebe-Mechanismus mit Holzlatten auf Alu-Rahmen

Der Aufbau der Curved Screen-Leinwand war dann Dank der kompetenten Hilfe von Cockpit-Profi Wolfgang (Super Danke nochmal, Wolgang!) dann auch kein Problem und in Anbetracht von Aufwand, Kosten und Effekt eine tolle Lösung:

Die Leinwand basiert schlicht auf 2 großen biegsamen 3 mm MDF Platten (weiß beschichtet), die wir einfach in einen 90 Grad Winkel gebogen und an den seitlichen Enden lediglich mit kleinen Holzschrauben (3x30mm) an der (Holz-)Wand fixiert hatten. Sauber ausgerichtet ergibt das eine schöne gleichmäßige Rundung.

Die ersten 90° stehen…

Die Maße im Detail:
Durchmesser 180° Leinwand :320 cm
Höhe Leinwand: 140 cm (45 cm Bodenhöhe)
Abstand Podest zur Leinwand: links/rechts 50 cm, nach vorne 70 cm

Nach Ausrichtung der Beamer konnte ich dann auch mit der Bild-Kalibrierung beginnen. Zum Einsatz kam hier “Immersive Calibration Pro” von Fly Elise. Die Software sorgt dafür, die Verzerrung, die sich bei Wurf des Bildes auf eine runde Wand ergibt, in der Form wieder zu entzerren, das sich tatsächlich ein realistisches Rundum-Bild ergibt.

Kalibrierung mit “Immersive Calibration Pro”

Aufgrund meiner engen räumlichen Verhältnisse kann ich nicht ganz in der Mitte der 180° Sicht sitzen. Und aufgrund der geringen Deckenhöhe ist das Bild am Rand auch nicht bodentief. Aber was für ein Unterschied zur flachen Projektion, die ich vorher hatte! Ich bin einfach nur begeistert!

Und wenn dann die Shell irgendwann steht, dürfte das Sicht-Erlebnis nochmal gigantischer werden!

Und hier ein wichtiger Tipp an Euch, falls Ihr ebenfalls gerade ein Multi Beamer SetUp plant: Mein dritter nachträglich hinzugekaufter Beamer ist zwar vom gleichen Typ, aber aus einer anderen Produktionscharge. Das kann, wie in meinem Fall, zu Farbunterschieden kommen. Wenn möglich, achtet also unbedingt darauf, Beamer aus der gleichen Charge zu bekommen!

Damit ist Teil 1 des großen Umbaus abgeschlossen. Aber wenn schon, denn schon!

Denn mit dem Umstieg auf eine 3-Beamer Lösung drängte sich nun auch der Umstieg auf einen modernen, vor allem performanteren FluSi auf. Und so stieg auch ich nun um vom guten, alten FSX auf Prepar3D.

Auf Prepar3D in der Version 4, um genau zu sein. Das ist wichtig, denn die v4 basiert auf 64bit und räumt damit diverse Performance-Restriktionen des (32Bit) FSX aus dem Weg. Mehr dazu in “Der große Umbau – Teil 2” (folgt in Kürze)

 

MCDU – selfmade für 200 EUR!

Die MCDU ist für mich bislang eines der komplexesten Systeme gewesen. Und die Captain MCDU war auch die erste Komponente, die ich mir als Plug&Play gegönnt habe – von Skalarki, gebraucht, aber für 450 EUR immer noch ein teures Vergnügen!

Mittlerweile habe ich die Scheu vor komplexen Panels ein wenig abgelegt und habe mich getraut, die First Officer MCDU selbst zu bauen. Und mit dem Ergebnis bin ich echt zufrieden!  Für alle, die für überschaubares Geld (240 EUR!) und sehr überschaubaren Aufwand (ca. 5 Std) eine ich denke ansehnliche MCDU bauen wollen, hier die Bauanleitung:

Material:
Basispanel von Hispa (~100 EUR)
günstiges VGA Display 640×480 (~50 EUR)
2 Gamecontroller Karten von Leo Bodnar (~70 EUR)
– LED Streifen (~20 EUR)
– Kabel aus der Bastelkiste

Bei den Gamecontrollern muss ich dazu sagen, das diese jeweils nur 32 Buttons unterstützen. Insgesamt hatte ich 69 Buttons zu verbauen, also mussten die letzten 5 Knöpfe an zum Glück noch freie Steckplätze eines vorhandenen Game Controllers von Arcaze angeschlossen werden.

Beim Display hatte ich so meine Bedenken, ob die Lieferung aus China auch wirklich klappt. Aber nach 2 Wochen war das Teil da. Und es wurde sogar noch einmal völlig unkompliziert ein Ersatzteil geliefert, weil tatsächlich durch den Transport ein Teil am Controller Board abgebrochen war. Also den Anbieter oben kann ich nur empfehlen.

Die GameController Karten von Leo Bodnar hatte ich ebenfalls zum ersten Mal genutzt und bin echt begeistert. Mit den Klemmanschlüssen lässt sich das Kabel super einfach und stabil verbinden und brauchte nur an der Knopf-Seite gelötet werden. Hier hatte ich dieses Mal übrigens erst die Kabel an die Knöpfe gelötet und dann auf das Panel geklebt. Bei vorherigen Panels von Hispa war es nämlich immer ein ziemlicher Krampf, die Kabel nachträglich anzulöten, weil die Pins gerade mal einen halben Millimeter aus dem Panel rausguckten und die Verbindung dann oft brach. Dieses Mal funktionierten sämtliche 69 Knöpfe auf Anhieb! 🙂

So, und hier nun die Arbeitsschritte. Und wie man jetzt auch sieht, noch Kreisklassen-Niveau. Denn ein Profi würde anstatt der ganzen Kabel einfach eine Platine anfertigen. Da bin ich noch ein gutes Stück von entfernt. Aber …am Ende löst es sich dann auch etwas auf und sieht für meine Verhätnisse ziemlich ok aus. Wer sich also ebenso wenig mit Platinen auskennt, der bekommt auf diese Art und Weise eine schöne und preiswerte MCDU hin.

Kabel zuerst angelötet und dann auf das Backpanel geklebt…

VGA Display auf Rückseite vom Frontpanel befestigt. Die Display Controller-Karte später  “high end” mit Gummiband befestigt 😉

Back-Panel mit Kabeln aufgesetzt und LED-Streifen eingeklebt. Kabel-Spaghetti…

Gamecontroller Karten auf die gleichen Schrauben (extra lang) , wie das Display aufgesetzt

gekürzt und verbunden sieht das doch jetzt nicht mehr ganz so schlimm aus 🙂

fertige MCDU

zum Vergleich links die MCDU von Skalarki -natürlich schöner, aber auch teurer

 

 

Neue Panels – neues Backlight!

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit habe ich die letzten Wochen nun auch wieder etwas intensiver am Ausbau des Cockpits gebastelt. Bei Hispapanels hatte ich bereits vor einigen Wochen die noch verbleibenden Panels für mein Pedestal bestellt.

Doch bevor ich sie eingebaut habe, musste die Backlight-Beleuchtung ausgetauscht werden. Es hatte mich schon länger gewurmt, das meine Panels eher weiß leuchteten, als gelb, wie im Original. So habe ich mich daran gemacht, Stück für Stück die alten LED Streifen durch neue in Farbton Amber zu ersetzen. Das war zwischendurch eine ziemliche Friemelei. Beim nächsten Cockpit-Bau werde ich deutlich mehr  Wartungsklappen einbauen !

Aber die Mühe hat sich gelohnt. Nun sieht es deutlich schöner nach A320 Cockpit aus:

Neues Backlight in Amber :-)
Neues Backlight in Amber 🙂

Dazu habe ich von FS Cockpit ein zweites Radio Panel bestellt und das vorhandene von der Captain Seite (auf Basis Hispa + Arcaze für die Displays) auf die F/O Seite getauscht. Eigentlich wollte ich für die F/O Seite genau die gleiche Lösung umsetzen. Aber es gibt im Arcaze Shop keinen Displaydriver mehr. Da der Support von Simple Solutions ohnehin nie der Beste war und ich letzte Zeit so einiges an schlechten Erfahrungen von anderen Cockpitbauern gehört habe, kann man diesen Shop glaube ich so langsam wirklich abschreiben.

Anders bei FS Cockpit. Hierüber findet man auch noch einige ältere negative Berichte in den Foren; jedoch muss ich sagen, das ich mit dem Kauf meiner FCU vor rund 1 Jahr und meinem Radio Panel jetzt und dem Support von Tomasz super zufrieden bin. Kann ich ganz klar empfehlen!

Radio Panel von FS Cockpit
Radio Panel von FS Cockpit

Last but not least habe ich beim lieben Manolo (Hispa Panels) dann noch ein individuelles Panel fertigen lassen. Auch das ein super Service! Anstatt dem Lights Panel auf der First Officer Seite habe ich an dieser Stelle ein kleines Panel zum Bedienen von ein paar Sonderfunktionen eingesetzt, die ich regelmäßig nutze. Nun kann ich darüber External Power an- und ausschalten, das ATC-oder das GSX Fenster einblenden, oder auch die Türen bedienen. Und auf der First Office Seite stört es mich auch nicht, das ich dort nicht 1:1 dem Original folge.

Selbst entworfenes Panel für meine "Favoriten-Funktionen"
Selbst entworfenes Panel für meine “Favoriten-Funktionen”

So, nun ist nur noch die MCDU auf der First Officer Seite fertig zu stellen. Das wird aber ein eigener Beitrag werden – und eine ganz spannende Geschichte 🙂

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Flaps und Speedbrake Lever

Und wieder ein Stückchen geschafft! Schon lange hatte ich die Umsetzung der Flaps und Speedbrake Lever vor. Da ich noch keine Erfahrung mit dem Anschluss von Potentiometern hatte, die hier angeschlossen werden müssen, hatte ich es eine Weile vor mir hergeschoben. Wie sich herausstellte, ohne Grund 🙂

Die Montage ist nämlich ziemlich einfach. Basis war in meinem Fall erneut die Panels von Hispa. Dazu habe ich jeweils 2 Plexiglas-Scheiben im Winkel unterhalb des Panels montiert. Mit ein bischen Manipulieren der Winkel konnte ich sogar die bestehenden Schraubenfassungen des Panels nutzen. Meine Materialliste im Detail:

  • Plexiglas (3mm)
  • Gewindestange 4 mm
  • Zahnräder-Set von Conrad
  • Alustange aus dem Baumarkt (10 mm)
  • Potentiometer (4mm Gewinde, passend zum Zahnrad-Set!)
  • ein paar Muttern und Unterlegscheiben
  • Tür-Windschutz (dieses Bürsten-Ding, zur Abdeckung des Hebel-Ausschnitts)

Hier seht ihr ein paar Montage-Bilder – wirklich einfach!

Plexiglas unter das Panel montiert
Plexiglas unter das Panel montiert

Gewindestange mit Zahnrad und Alu-Schiene eingesetzt
Gewindestange mit Zahnrad und Alu-Schiene eingesetzt (den Kleber habe ich übrigens später durch Muttern ausgetauscht-hielt besser)

weiteres Loch für Poti gebohrt und angeschlossen (auf richtige Drehrichtung achten!)
weiteres Loch für Poti gebohrt und angeschlossen (auf richtige Drehrichtung achten!)

Und so sieht’s dann von oben aus:

Datei 29.07.17, 17 44 34

Die Knöpfe hatte ich übrigens noch von einem A320 Throttle Set von SeeBee Creations übrig. Zusammen mit der nächsten Panel-Lieferung von Manolo (Hispa Panels) vervollständigt sich das Pedestal so langsam.

Datei 29.07.17, 22 38 57

Datei 29.07.17, 22 35 44

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MIP Beleuchtung

So, nach langer Zeit endlich mal wieder ein Update! Die letzten Wochen kam ich leider kaum zum Weiterentwickeln. Da ist leider noch diese ziemlich zeitraubende Nebentätigkeit, die mich blöder Weise immer von Montags bis Freitags in Anspruch nimmt. So komme ich gar nicht zu den eigentlich wichtigen Arbeiten 😉

Es ist aber nun auch nicht so, das es gar keinen Fortschritt gegeben hat. Zum Einen habe ich die letzten Wochen einiges an Elektronik Hardware ersetzt, zum anderen  habe ich einige Funktions-Programmierungen noch einmal sauber nachgezogen. Unter anderem habe ich jetzt Potis zum Dimmen der Monitore angeschlossen – sehr cooles Feature in Jeehell!

Bei der Hardware ging erst der Beamer über den Jordan. Und einen Monat später machte einer meiner alten XP Rechner schlapp. So ist das halt, wenn man mit veralteter Hardware in die ersten Bauabschnitte startet. Aber die alten Schätzchen haben ja einen guten Dienst viele Jahre vorher – auch außerhalb des Cockpits verrichtet. Ich habe die Gelegenheit genutzt, beim Beamer auf Kurzdistanz umzusteigen, denn das benötige ich ohnehin, um Platz für das künftige Overhead zu haben. Zum anderen habe ich die alte XP Möhre gegen einen Win 7 Rechner ersetzt und dabei auch gleich noch den 2. alten XP Rechner ebenso ersetzt. Nun habe ich nicht mehr Uralt-, sondern nur noch mittelalte Rechner einheitlich in Win 7 im Netzwerk und konnte damit auch die Performance und Graphik ein Stück verbessern.

Das letzte Wochenende habe ich dann endlich auch die MIP Beleuchtung realisiert. War ja im Prinzip kein Akt, aber die Bohrerei im fertigen Cockpit habe ich gescheut. Aber nun ist’s schick geworden, finde ich.

MIP Beleuchtung
MIP Beleuchtung

Ich hatte eine Weile nach passenden Leuchten gesucht und habe nun kleine LED Spots in Warmweiß mit einem Durchmesser von nur 16 mm eingesetzt. Die sind, wie die Panel-Beleuchtung auch, dimmbar über das Light-Panel.

Gearlever und persönliche 3D Druck Premiere

Ich hatte mir die letzten Wochen einen Gearlever nach der wirklich tollen Anleitung von Julian’s 737 erstellt. Wie so oft, steckte der Teufel im Detail. In diesem Fall in der genauen Abmessung der Führungsschiene für den Pull-Mechanismus. Da musste ich dann doch noch ein paar Mal nachschleifen und justieren, bis alles passte.

Als Material für die Halterung habe ich MDF Holz genommen. Zusammen mit einem schlichten Alu-Rohr aus dem Baumarkt, Schrauben und zwei Schalter von Conrad Materialkosten in Summe von Sage und Schreibe etwa 25 EUR.

Jetzt fehlte mir nur noch ein geeigneter Aufsatz für dieses Rädchen als Gearlever Griff . Das Rädchen selbst habe ich aus einem Möbelroller genommen. Aber ich fand kein passendes Teil, um das Rädchen einigermaßen schlank an das Alurohr zu montieren. Also habe ich per Sketchup das fehlende Teil selbst entworfen und bei fabb-it für 10 EUR zum 3D-Druck hochgeladen.

2 Wochen später war das gute Stück heute in der Post:

Rad-Aufhängung aus dem 3D Drucker

Sofort eingebaut sieht’s so aus:

Datei 07.03.17, 20 56 27

Angesichts der geringen Kosten (in Summe unter 40 EUR) bin ich mit meinem Gearlever sehr zufrieden!

PS: Wer Interesse an der Sketchup Datei hat, einfach melden.

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Autobrake Panel

Und wieder ein Panel fertig bekommen! Und wieder war es für mich als “Lötprofi”(eher nicht) eine echte Herausforderung. Habe mal wieder die Anzahl der Kabel komplett unterschätzt. Denn wie ihr wisst, kommt da ganz schön was zusammen, da ja fast jedes der Korrys 2 LEDs und den Knopf als solches auf engstem Raum benötigt. Aber am Ende und einiger Friemelei ist alles gut gegangen und so konnte ich nun endlich die häßliche Lücke in der Mitte meines MIP’s schließen.

Ich habe Euch ein paar Bilder von meiner Installation beigefügt. Man kann ja bereits diverse Tipps zum Nachbau von Korry Schaltern googlen. Ich habe ganz gute Erfahrung mit diesen Schaltern von Rafi (RF19H Tactile Switch) gemacht. Die habe ich zusammen mit meinen Panels bei Hispa bestellt.

Wenn man den Deckel abnimmt sieht der RAFI Schalter von innen wie eine Wanne aus. Darin kann man dann die LED durch die Löcher stecken. Ich habe dann zwischen beide LED ein Stückchen schwarze Pappe geklebt (Achtung, nicht zu viel, sonst lässt sich u.U. der Schalter icht mehr so schön drücken). Dazu habe ich den Rand schwarz lackiert (nicht so schön geworden, kann man besser machen)
Wenn man den Deckel abnimmt sieht der RAFI Schalter von innen wie eine Wanne aus. Darin kann man dann die LED durch die Löcher stecken. Ich habe dann zwischen beide LED ein Stückchen schwarze Pappe geklebt (Achtung, nicht zu viel, sonst lässt sich u.U. der Schalter nicht mehr so schön drücken). Dazu habe ich den Rand schwarz lackiert (nicht so schön geworden, kann man besser machen)

 

In die Rückseite kann man mit einem 1 mm Bohrer die vorgestanzten Löcher durchbohren für 2 Paar LED Beinchen
In die Rückseite kann man mit einem 1 mm Bohrer die vorgestanzten Löcher durchbohren für 2 Paar LED Beinchen

So sieht der Schalter dann mit 2 eingesteckten LEDs von hinten aus
So sieht der Schalter dann mit 2 eingesteckten LEDs von hinten aus. Der kurze PIN in der Mitte ist für den Schalter an sich.

so sieht das Ganze dann von vorne aus.
so sieht das Ganze dann von vorne aus.

 

und in Betrieb...
und in Betrieb…

Gleiches Prinzip habe ich auch bei den Forward-Panels angewendet. Auf dem Foto sieht es heller beleuchtet für den gesamten Schalter aus, als es tatsächlich ist. Wenn man dann mit der Pappe noch etwas genauer arbeitet, als ich in meinen ersten Versuchen, kann man relativ einfach sehr gute Korries herstellen.

G/S Warning aktiv...
G/S Warning aktiv…

GPWS Warning aktiv
GPWS Warning aktiv

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Das Glareshield komplettiert!

Kurz vor Weihnachten habe ich mir selbst noch ein Geschenk gemacht und die beiden EFIS Panels fertig gebaut und installiert.

Das sieht jetzt schon richtig gut aus. Wie konnte ich so lange ohne Glare auskommen?

Aber leider trügt der schöne Schein noch ein wenig. Denn die Encoder für die QNH Steuerung funktionieren noch nicht so, wie sie sollen. Hier hoffe ich, möglichst bald aus der Community den entscheidenden Tipp zu erhalten. Wie so oft 😉

Hier schon mal ein paar Eindrücke:

Glareshield mit FCU, EFIS und Warning Panels
Glareshield mit FCU, EFIS und Warning Panels

Sicht vom Jumpseat aus
Sicht vom Jumpseat aus

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Shake it Baby!

Jetzt kommt ordentlich Bewegung in die Sache! In den Sitz sozusagen. Ich habe sogenannte Body-Shaker unter den Captain und First Officer Sitz montiert. Das sind quasi 2 Lautsprecher, die jedoch anstatt Schall nur Vibration erzeugen. Je nach Frequenz der Töne und Lautstärke schepert der Sitz schon ganz ordentlich. Und das bei recht preiswerten Produkten.

Ich hatte schon einiges gelesen, aber war mir nicht sicher, was man genau anlegen muss, um tatsächlich in den Genuss zu kommen, um das Holpern auf der Runway (z.B. beim Überfahren der Runway Lights), Turbulenzen in der Luft , oder das Aufsetzen beim Touch Down im Cockpit zu spüren. Ich konnte es mir nicht vorstellen, aber tatsächlich ist die 3. Dimension mit etwa 80 EUR sehr gut abbildbar!

  • 1 Endstufe Drall 400 W Mini-Verstärker
  • 2 Body Shaker Sinuslive BassPump III
  • 1 Y-Kabel für den Ausgang der Soundkarte

Die Installation war denkbar einfach. An die Soundkarte habe ich ein Y-Kabel gesteckt; ein Ende versorgt das normale Lautsprechersystem, das andere führt zum Mini-Verstärker. Von dort gehen normale Lautsprecherkabel zu den Body-Shakern. Hier war es jetzt super, dass ich damals im Podest bereits die Kabel integriert hatte. Die Shaker selbst habe ich direkt an der Unterseite vom Sitz festgeschraubt.

Das war wirklich einfach, als gedacht. Dann nur noch am Empfänger  Töne und Volume konfiguriert und zum ersten Testflug gestartet! Super geiles Gefühl! Bereits mit dem Engine-Start spürt man nun ein leichtes Vibrieren der Maschine. Beim Start auf der Runway vibriert’s schon ordentlich. Ich habe mir dazu noch die Software “Runway Bumping Effect” und “Dolby Cockpit Surround” installiert. Damit lassen sich zusätzliche Sondereffekte, wie das Ausfahren der Flaps, Fahrwerk etc. besser geräusch- und vibrationsmäßig in Szene setzen! Man kann alles dezent einstellen, also keine so übertriebenen Effekte, wie teilweise in den Werbevideos auf Youtube zu sehen.

Mini-Endstufe für die Body-Shaker auf der Rückseite des Cockpits montiert

Sitzpodest mit integriertem Kabel
Sitzpodest mit integriertem Kabel

Shaker auf der Unterseite des Sitzes (Sharan Autositz)
Shaker auf der Unterseite des Sitzes (VW Sharan)

 

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