Full Screen

Kindersicherung für die Korrys

Einige der Overhead-Buttons (Korrys) führen Funktionen aus, die sicher überlegt sein wollen. Zum Beispiel das Auslösen des Feuerlöschers (DISCH), oder das Ausfahren der Ram Air Turbine (RAT). Diese Aktionen sind nicht mehr rückgängig zu machen.

Um diese Korries vor versehentlichem Drücken des unachtsamen Home Pilots zu schützen, sind diese mit einem Switch Guard als Kindersicherung ausgestattet.

Da ich diese beim Bau des Overhead Panels als noch nicht so wichtig empfand, musste ich sie nun nachträglich einbauen. Skalarki hat dafür ein eigenes Switch Guard Kit im Shop, welches ich mir nun gegönnt habe.

Bei der Gelegenheit habe ich dann auch gleich zwei drei andere Korries repariert, die nicht mehr einwandfrei funktioniert hatten. Meine Lötfähigkeiten sind nicht die allerbesten 😉

Nach längerer Zeit musste ich also mein Overhead abnehmen, um die Panelarbeiten bequem vornehmen zu können. Mir graut immer davor und es bereitet mir physische Schmerzen, das Cockpit für Wartungszwecke auseinander zu bauen und in eine Baustelle zu verwandeln. Immerhin hat sich hier erneut mein Konzept für die Overhead-Aufhängung einmal mehr bewiesen.

Am Ende war es dann doch relativ schnell gemacht und alle Switch Guards waren eingebaut und die Korries repariert und ich freue mich, dass nun alles wieder an Ort und Stelle ist und vor allem alles funktioniert!

Wieder alles an Ort und Stelle
Annunciator Test

Modernisierung des Glareshields

Über die letzten Jahre habe ich Stück für Stück alle Panels auf Skalarki umgestellt., um eine einheitliche HArd- und Software zu benutzen . Weniger Schnittstellen bedeuten nunmal weniger Komplexität und Risiko, das irgendetwas nicht funktioniert. Das Glareshield (und auch die beiden Radios) waren die einzig verbliebenen Komponenten, die noch nicht auf Skalarki umgestellt waren.

Zuvor hatte ich noch die FCU von FSCockpit und selbstgebaute EFIS-und Wing-Panels im Zusammenspiel mit Mobiflight im Einsatz. An dieser Stelle noch einmal ein dickes Danke an Sebastian Moebius, dem Gründer von Mobiflight, den ich vor 2 Wochen in Lelystad beim FS Weekend getroffen habe. Mobiflight hat mir über viele Jahre hervorrangende Dienste geleistet.

Um das Glareshield von Skalarki einzubauen, konnte die bisherige Glare-Konstruktion von der grundsätzlichen Idee beibehalten werden, allerdings mussten aufgrund minimal abweichender Höhen und Winkel der Panels und Winkel der Glare-Wings die hinteren Querstreben für die Glare-Abdeckung und die Glare-Abdeckung selbst angepasst werden.

Zudem musste ich eine Lösung finden, wie ich das Glare von Skalarki befestige. Denn zumindest bei der Homeline-Version sind keine Halterungen zum Festschrauben vorgesehen. Dazu habe ich in die hintere Plexiglas-Wand mit einem Winkel verbunden. Zusätzlich dienen die Querstreben für die Glare-Abdeckung als Stütze

Das Glareshield hätte auch größere Winkel vertragen 😉

Damit das Glare auch gegen ein Verrutschen nach vorne gesichert wird, habe ich zusätzliche Winkel auch noch einmal an der Seite angebracht.

nach vorne und nach hinten fixiert für wackelfreies Bedienen der Push/Pull Encoder

Für die Wings habe ich eine eigene Rückwand zur Befestigung gesägt. Für den Anschluss des Flachbandkabels musste ein entsprechender Ausschnitt berücksichtigt werden.

3 mm Schrauben lassen sich in die weißen Abstandshalter vom Wing-Panel schrauben.

Und so sieht das Ganze dann fertig aus:

Neues Glareshield by Skalarki

Froh bin ich auch über die zusätzlichen Seitenelemente, die ich unterhalb des Glareshields angebracht habe. Da ich beim Bau des Cockpits vor einigen Jahren nicht geplant hatte, einmal eine Shell zu haben, war mein Glareshield nicht darauf ausgelegt, sich mit den Seitenteilen harmonisch zu verbinden. Das Glare stand daher immer so ab an der Seite. Hier habe ich jetzt aus XPS Platten einen Übergang gebastelt.

PC Setup: von 4 auf 3

Ich hatte bislang 4 PC zum Betrieb des Cockpits:

  • Haupt P3D Rechner
  • Jehell Server Rechner und ECAM Displays
  • Captain Displays
  • First Officer Displays

Nun habe ich die Displays für Captain und First Office an einem Rechner zusammengefügt. Den schwächeren der beiden PCs (Captain Seite) habe ich einfach rausgeschmissen und die beiden Monitore (PFD/ND + MCDU) mit an den PC für die First Officer Seite angeschlossen.

Bislang dachte ich immer, das es nicht möglich wäre, so viele Monitore an einem PC zu betreiben. Aber es ist überhaupt kein Problem. Weder vom Anschluss noch von der Performance her.

Ich habe dazu eine sogar recht preisgünstige Grafikarte (unter 40 EUR) mit 4 HDMI Anschlüssen eingesetzt und daran sind jetzt alle Displays angeschlossen. Um genau zu sein, 3 der Displays. Irgendwie wollte der 4. Anschluss nicht mehr erkannt werden. Ein Display hängt jetzt also weiterhin an der alten Grafikkarte. Das verschmerze ich gerne, da ich nun einen PC komplett aus dem System schmeißen kann.

Ich war gespannt, ob ich Einbußen an der Performance der Displays feststellen würde, aber obwohl der Rechner eher ‘lower budget’ Klasse ist, laufen alle Displays flüssig.

So sieht das System nun aus:

Beamer Deckenhalterung

Da neulich einer meiner Beamer den Geist aufgegeben hatte, habe ich nicht nur die Gelegenheit genutzt, von WXGA auf Full HDMI umzustellen, sondern habe bei der Gelegenheit auch gleich die Deckenhalterung für meine 3 Beamer mit optimiert.

Denn bislang hatte ich die Beamer an Holzbrettern montiert. Auch wenn dies recht stabiles Multiplex-Holz war, so ergaben sich bei längerem Betrieb oder nach gewisser Zeit aufgrund der Wärmeentwicklung immer wieder leichte Verformungen an der Trägerkonstruktion und in der Folge dann Unschärfen im Bereich der Bildübergänge zwischen den Beamern.

Ich habe daher die 10 mm Multiplex-Bretter durch 8 mm HPL ersetzt. HPL ist nochmal formstabiler als Multiplex. Daher reichen auch die 8 mm. Zur weiteren Unterstützung habe ich Alu U-Profile an die Kanten montiert. Mit dieser Kombination sollte das Bild nun dauerhaft stabil bleiben.

Hätte ich mehr Platz, wären reine Alu-Profile meine erste Wahl gewesen. Aufgrund der niedrigen Deckenhöhe kommt es bei mir jedoch auf jeden cm an.

Die 3 HPL Bretter liegen dabei auf einem Alu-Querträger mit 1,5 cm Abstand zur Decke. Somit kann ich die Bretter mitsamt der Beamer-Halterung in alle Richtungen flexibel verschieben, um die 3 Beamer auszurichten. Die Beamer-Halterung selbst (Modell PH11S) hat eine Höhe von 6 cm.

So sieht das Ganze nun aus:

Beamer Halterung an HPL Platten

Übrigens war der Grund für den defekten Beamer ein kaputtes Netzteil. Aller Voraussicht nach aufgrund dauerndem Stand-By Betriebs. Wenn ich nicht gerade im Urlaub war, hatte ich die Beamer tatsächlich immer im Standby, weil die Steckdose so unbequem zu erreichen war. Und ja, es war vor der Energiekrise 😉

Damit mir das nicht nochmal passiert, und da Strom sparen immer eine gute Sache ist, habe ich mir jetzt auch eine schaltbare Steckdose an der Decke über dem Cockpit montiert.

Beamer und Fan per Hauptschalter oder einzeln schaltbar – sehr praktisch!

Neues MIP Panel

Nachdem der diesjähirge Hitze-Sommer sich dem Ende neigte, habe ich mich an das nächste Cockpit-Projekt gemacht: Umbau der MIP-Panels.

Im Zuge der Standardisierung meiner Komponenten habe ich meine bisherigen Panels von Hispapanels durch Skalarki Panels ersetzt. Eine kleine Herausforderung war dabei, dass mein MIP-Rohbau nicht hunderprozentig der Originalgröße entspricht. Ich konnte daher nicht die Skalarki MIP-Blenden benutzen, sondern musste mir selber welche bauen.

Diese habe ich dann auf Basis von 8mm MDF Platten zurechtgesägt. Von Marcin (Skalarki) wusste ich, dass er Dunkel Graublau (#224) von Belton Molotow als Farbton nutzt. Damit habe ich die zugeschnittenen Panels besprüht nach vorheriger Grundierung.

Panels in Belton Molotow Dunkel Blaugrau (Skalarki Farbton)

Da die Panels mit 8mm etwas dicker sind, als meine bisherigen 3 mm habe ich darauf geachtet, dass die Monitore möglichst nahtlos hinten anliegen. Dazu habe ich für die PFD/ND Anzeigen neue Monitore ohne Rahmen bestellt (gibt es neu bereits günstig ab ca. 50 EUR). Den mittleren Monitor für die ECAM Displays habe ich behalten und den Rahmen entfernt. Für alle Monitore habe ich einen kleinen Justier-Mechanismus gebaut, um sie von hinten schön eng an das Panel drücken zu können.

Bodenschiene und Schiebehalterung (vor/zurück) für optimalen Sitz

Und so sieht das Ganze dann fertig aus:

Electronic Flight Bag – Surface statt iPad

Ich bin ein großer Apple Fan. Und ich habe die letzten Jahre mein iPad auch als Eletronic Flight Bag genutzt. Insbesondere die Navigraph App ist klasse für das iPad. Dazu habe ich vom iPad aus auf einen Online Ordner mit meinen elektronischen Flugplänen zugegriffen. Das funktioniert im Prinzip super.

Seit einiger Zeitf liege ich nun regelmäßig online (Vatsim). Und während ich immer schon eine iPad App für vPilot vermisst habe, wo ich die aktuell verfügbaren ATC Stations sehen könnte, habe ich nun auch gelernt, daß es daneben auch sehr ratsam ist, vPilot auch für persönliche Nachrichten vom ATC Controller im Blick zu haben. Ich hatte nämlich neulich die Situation, daß mir nicht bewusst war, daß der Approach Controller online war und er ständig versucht hatte, mich während meines Anflugs zu erreichen. Ich hatte mich immer auf die App Vatscope verlassen, laut der kein Approach online ist. Und hier ist der zweite Lerneffekt: diese Apps sind nie aktuell!

Auf der Suche nach Lösungen war die Vatsim Community sehr hilfreich. Neben einigen Tools, die genannt wurden, um vPilot Messages ans Handy oder per CPDLC weiterzuleiten (wenn man das denn nutzt), haben die Profis dort empfohlen, ein Windows Tablet zu nutzen. Ein Surface. Offen gestanden sagte mir Surface bis dahin mal rein gar nichts.

Nach einiger Recherche schien mir das die bequemste Lösung zu sein. Und kostenmäßig überschaubar. Ich habe mir über ebay Kleinanzeigen ein altes Surface 3 Tablet für etwa 150 EUR gekauft. Das ist für den geplanten Einsatz als Electronic Flight Back (EFB) vollkommen ausreichend.

Jetzt habe ich hierauf neben den zuvor genutzten Apps, wie Navigraph einen einfachen Zugriff auf meinen Windows EFB Netzwerkordner und ich kann vPilot hierauf laufen lassen. Das schöne an vPilot ist, daß ich 2 Clients parallel laufen lassen kann.

  • Auf dem Jeehell Server PC läuft der vPilot Remote Client mit Voice. An diesem PC sind die Sidesticks mit PTT Button und die Lautsprecher und Headsets angeschlossen
  • Auf dem Windows Tablet läuft der vPilot Remote Client ohne Voice. Hierüber sehe ich die aktiven ATC Stationen und kann Textnachrichten beantworten

Jetzt habe ich endlich einen Überblick über die verfügbaren ATC Stationen und bekomme weniger Schweißausbrüche, wenn ich von ATC zum nächsten Controller weitergeleitet werde und ich mir die Frequenz merken muss.

Das Surface kann entweder im App-Modus betrieben werden (so ähnlich wie ein iPad), oder im klassischen Windows Modus mit der Taskleiste. Letzteres empfand ich etwas praktischer, um schnell zwischen den verschiedenen Apps hin-und herzuspringen. Aber das ist Geschmackssache. Auf jeden Fall bin ich begeistert von meinem neuen EFB. In diesem Fall die deutlich bessere Alternative gegenüber einem iPad.

Ich habe übrigens eine Mini Bluetooth Tastatur in meinem Cockpit Table verbaut. Damit kann ich bequem die Texteingaben in VPilot machen, oder andere Windows Apps bedienen, sofern notwendig. Das ist noch bequemer als die virtuelle Tastatur vom Surface.

Ein paar Screenshots:

Surface Hauptansicht im App-Modus
vPilot und Navigraph Apps im direkten Zugriff
EFB im Einsatz

Online ATC: Parallelbetrieb von 2 Mikros für CPT und F/O

Aktualisiert am 9.2.22

Dieser Beitrag widmet sich einem ganz speziellen Thema: In einem Homecokpit mit CPT und F/O Seite möchte man natürlich für jeden ein eigenes Mikro zur Verfügung stellen. Gegebenenfalls neben den üblichen Headsets ja auch noch jeweils ein Stabmikrofon.

Ich habe hierzu vor wenigen Wochen beschrieben, wie ich dies mit Hilfe von Voicemeeter Banana und weiterer Software realisiert habe. Mit der aktuellen Version B55.1 von Jeehell FMGS Version lässt sich das Ganze nun erfreulicher Weise viel einfacher realisieren! Zudem lassen sich nun auch die angeschlossenen Audio Control Panels vollumfänglich nutzen. Das ging nämlich nicht mit dem Weg über Voicemeeter.

Was war bisher das Problem? Beim parallelen Betrieb von 2 Headsets, die für den ATC Client zwangsläufig den gleichen PTT Key nutzen müssen, hat der ATC Client immer beide Mikros abgehört. Das führte beim ATC zu Echo und anderen Störgeräuschen., wenn man beide Headsets über ein virtuelles Audio-Kabel verbunden hat. Und da kommt man nicht drum herum, wenn man beide Headsets in Windows parallel betreiben will.

Um das vituelle Audio-Kabel kommt man auch jetzt nicht rum. Aber das macht nichts. Denn in der aktuellen Jeehell Version kann man den PTT Key direkt im Jeehell Intercom Modul definieren. Das Intercom-Modul erkennt, welches Mikrofon bedient wird und leitet nur dieses Signal an das virtuelle Audio-Kabel weiter. Das andere Mikro bleibt stumm. Das Intercom fungiert also als Audio-Mischpult.

Bisher musste man den PTT Key in FSUIPC konfigurieren. Da aber FSUIPC natürlich nicht weiß, welches der beiden Mikrofone nun genau den PTT Key sendet und natürlich auch nicht diese Mischpult-Funktion bietet, blieben beide Mikrorone “offen”.

Im folgenden beschreibe ich mein SetUp mit 2 Headsets für das Vatsim Netzwerk. Für IVAO ist es vom Prinzip her identisch, nur die ATC Software ist halt eine andere.

Es sind 3 Schritte notwendig:

  1. Einrichten eines virtuellen Audiokabels in Windows
  2. Einrichten von vPilot (Vatsim Pilot Client),
  3. Einrichten von Jeehell

Fangen wir an!


Einrichten eines virtuellen Audiokabels

Zu aller erst müsst Ihr Windows ermöglichen, 2 Mikros gleichzeitig zuzuhören, bzw. Sound (ATC Empfang) gleichzeitig auf mehreren Devices ausgeben zu können. Das geht mit einem virtuellen Audioanschluss. Ich empfehle vbAudio. Ich hatte in der Vergangenheit mit Virtual Audio Cable (VAC) gearbeitet, das war aber nicht so stabil und einfach in der Handhabung.

Ihr benötigt die Version ‘VB Cables A+B’, um sowohl ein virtuelles Kabel für den Empfang und eines zum Senden anzulegen. Die Einrichtung ist auf der Seite von VBAudio gut erklärt, ist aber auch kinderleicht. Nach der Installation stehen in der Windows Gerätesicht die 2 neuen Audio-Anschlüsse unter Lautsprecher, bzw. unter Eingabegeräte zur Verfügung. Standardmäßig heißen die angelegten Audiocables VBCable und VBCable A. Ich habe sie umbenannt in VBCable A (für den Sound-Output) und VBCable B (für den Mikro-Input). Das finde ich irgendwie aufgeräumter.

Mikro -Einstellungen unter Windows
  • In Windows Soundeinstellungen Cable A als virtuelles Kabel für den Output definieren und Cable B als Input, also für die Mikros.
  • Dann noch bei den Mikros die Checkbox für die Wiedergabequelle entfernen

Konfiguration vPilot

Unter vPilot / Audio sind die beiden virtuellen Audiokanäle für den Sound-Eingang und -Ausgang einzutragen:

vPilot Einstellungen
  • Microphone Device: Cable B Output
  • Output Device: Cable A Input
  • Als Push-To-Talk Taste eine Taste wählen – hier “M” für Mikrofon 🙂

Einrichten von Jehell

In Jeehell müssen die folgenden Einstellungen vorgenommen werden:

  • In der Jeehell Server Config müssen in der Kategorie “Buttons” die beiden Sprechtasten für CPT PTT und F/O PTT definiert werden
  • Dann im Intercom Modul die Microphone Devices zuweisen. Bei mir sind es zwei USB-Headsets
  • Zuletzt – und das ist neu! – kann man jetzt im Intercom Modul auch den PTT Key definieren, der letztendlich den ATC Client triggert.
Intercom Modul

Somit sendet Jeehell auch wirklich nur das Signal des Mikros aus, welches wirklich benutzt wird und lässt das andere Stumm.

Und nicht vergessen, das Audio Control Panel (Hardware oder Softpanel) auch anzumachen, sonst wird nämlich gar nichts übertragen 🙂

Ergänzung vom 15.10.22:

Ganz wichtig! Wenn ihr Mikrofone mit unterschiedlichen Sample Raten nutzt, kann es zu Soundproblemen bei der Übertragung an vPilot/Vatsim kommen. Daher ist es wichtig,
a) in Windows bei allen Geräten die gleiche Sample Rate einzustellen UND
b) die gleiche Sample Rate auch bei den VB Cables zu konfigurieren. Im Programmordner gibt es ein Config-Tool dafür

Sample Rate identisch eingestellt in Windows und VB Cable

Von Joystick zu Sidestick , die Zweite!

Vor 1 Monat habe ich stolz berichtet, wie ich meine Joysticks durch Airbus Sidesticks auf Basis des Logitech Attack III ersetzt habe.

Nun – ich habe schnell feststellen müssen, daß dies zwar technisch alles funktioniert hat, jedoch vom Fluggefühl her ein Rückschritt war: die Sidesticks lagen viel zu weich in der Hand. Weicher als beim Joystick vorher, denn der A320-Aufsatz von Vier-Im-Pott hat ja auch bereits ein gewisses Eigengewicht. Man hatte nicht das Gefühl, einen mittelschwerden Airliner zu bewegen.

Während meiner Recherche zum Logitech hatte ich bereits etwas gelesen vom Thrustmaster HOTAS Base. Dieser versprach eine wesentlich bessere Steuerungs-Haptik durch eine extrem straffe Joystick-Federung. Hätte ich nicht schon mit dem Umbau meiner Logitech Attack angefangen, hätte ich mich wahrscheinlich direkt für diese Variante entschieden. Nun also “Klappe, Von Joystick zu Sidestick, die Zweite“!

Nun muss man wissen, daß die HOTAS Base – wie der Name schon sagt – lediglich die Joystick-Basis darstellt und für den Austausch unterschiedlicher Sticks konzipiert ist. Natürlich passen von Haus aus nur die Sticks von Thrustmaster. Allerdings lässt sich das mit ein klein wenig Geschick umgehen, so daß auch andere Joysticks montiert werden können. Das Ganze funktioniert in 3 wesentlichen Schritten:

  1. Stick Montage
    Um einen fremden Joystick auf der Base montieren zu können, benötigt man einen “Adapter-Stick” und eine Schraube.
    Der Stick lässt sich am 3D Drucker selbst herstellen und an die eigenen Bedürfnisse anpassen. In meinem Fall musste er 15 mm Durchmesser haben, damit der Aufsatz von Vier-Im-Pott darauf passte. Der Sockel hat den Durchmesser des HOTAS Base Fusses. Das Ganze kann dann mit einem Gardena 3/4 Zoll Schlauchverbinder (kein Witz!) auf das Gewinde der Base geschraubt werden.
  2. Kabeldurchführung
    Die Kabel für die PTT- und AP Take Over-Taste sind durch das Gehäuse der Joystick-Base zu führen. Das geht relativ simpel. Zuerst ist der vorhandene Stecker oben an der Base abzuschrauben. Den Stecker danach anheben und die Kabel einfach abschneiden. Dann habe ich die aus der Base herausstehenden Kabelenden mit einem Isolierband mit den Kabeln des Vier-Im-Pott Sidesticks verbunden. Nachdem man die Bodenplatte abgeschraubt hat, kann man einfach die Kabel durch das Gehäuse nach unten durchziehen und von dort zu einem beliebigen Input/Output Board oder Joystick-Karte führen (in meinem Fall eine noch vorhandene Leo Bodnar BBI32-Karte). Da ich die original Bodenplatte für die Montage in meiner Sidebase benötigte, habe ich noch ein Loch reingebohrt, um die Kabel auch hier durchzuführen.
  3. Elektronische Erkennung
    Zu guter letzt – und das ist entscheidend – muss man die Software der HOTAS Base überlisten, damit sie einen fremden Aufsatz als Joystick akzeptiert und Windows diesen auch als Solchen erkennt. Das ist aber auch relative einfach:
    Die original Kabel des oberen Steckers, die durch das Gehäuse gezogen wurden, führen zum rechten der beiden Platinenstecker auf der Rückseite des Base- Gehäuses. Stecker abziehen und einfach das schwarzen Kabel mit dem orangenen Kabel verbinden und ein 100 OHM Widerstand dazwischenlöten. Die anderen Kabel einfach kürzen. Fertig!

Eine sehr schöne Video-Anleitung gibt es übrigens auch hier. Bei Andreas, dem Author, der mir auch mit Rat und Tat zur Seite stand, möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken!

Hier ein paar Bilder:

Adapter (innen hohl für Kabeldurchführung) und Gardena Schraubverschluss (3/4 Zoll)

Sidestick-Fundament
Vier-Im-Pott Sidestick auf HOTAS Base
Schwarzes und Oranges Kabel mit 100 Ohm Widerstand (im Schrumpfschlauch) verbunden
Bodenpplatte vom Thrustmaster Base zurechtgesägt und von unten festgeschraubt
Fertig!

Die Haptik ist in der Tat um Welten besser und kommt – soweit ich das aus anderen Simulator-Besuchen sagen kann – wirklich sehr nahe! Ich bin nun super happy mit der Lösung und habe das Gefühl, wirklich 60 Tonnen in die Luft zu heben beim Start!

Von Joystick zu Sidestick

Es gibt einen neueren Artikel zum Umbau von Joystick auf Sidestick. Nach ein paar Flügen habe ich mich entschlossen, das Ganze nochmal umzubauen. Hier geht’s zum Artikel.

Nachdem die letzten Cockpit-Optimierungen eher unspektakuläre Austauschaktionen diverser Panels waren, habe ich jetzt mal wieder richtig Werkzeug zur Hand genommen, um das Cockpit weiter zu verschönern. Und zwar habe ich die Sidebases in Angriff genommen und habe den Joystick, den ich immer noch genutzt habe, gegen einen A320 Sidestick getauscht.

Und zwar habe ich einen A320 Sidestick von Vier-Im-Pott auf einen Logitech Attack 3 Joystick montiert. Wobei ich lediglich die Joystick-Halterung und die Steuerelektronik übernommen habe. Alles andere ist demontiert, damit die Sidebase möglichst dem Original nahekommt.

Das ist das Ergebnis:

First Officer Sidebase (noch ohne Tiller…)

Und so bin ich vorgegangen:

Zuerst habe ich den Unterbau aus Holz gebaut,durch den der Sidestick seine schräge Position bekommt. Das war übrigens etwas “tricky”, da der benötigte “Holzkeil” knapp 20 cm breit ist und sich der Winkel nicht mit einer herkömmlichen Kapp-und Gehrungssäge sägen lässt. Nachdem auch mein orstansässiger Schreiner nicht so richtig Rat wusste, habe ich einfach mehrere kleine Keile produziert und sie auf einer 3mm MDF Platte zusammengeschraubt. Schick ist anders, aber es ist ja nur ein Unterbau und wird ja auch noch mit Leder verkleidet.

Sidestick-Schräge

Nun zum Joystick. Ich habe mich für einen Logitech Attack 3 als Basis entschieden, da es hierzu bereits eine sehr gute Anleitung zur Montage des A320 Sidesticks auf diesen Joystick auf der Website von Vier-im-Pott gibt. Diese Anleitung habe ich hier auch als Basis genommen und lediglich für den Einbau in eine Sidebase weiter entwickelt.

Also zuerst habe ich den Joystick komplett auseinander genommen. Dazu zuerst den Griff abmontiert und dann den Boden, um das Gehäuse entfernen zu können. Man sieht dann sehr schön, welche Platinenstecker für die Knöpfe des Joysticks sind und welche für die Achsen

rot umkreist: Achsen / blau umkreist: Buttons vom Stick

Am Ende bleibt nur die eigentliche Joystick-Mechanik übrig:

Eigentliche Joystick-Mechanik

Dazu braucht man aber auch noch den mittleren Ausschnitt der Bodenplatte vom Logiteck Joystick, denn diese verleiht der Druckfeder die nötige Festigkeit.

Joystickboden ausgeschnitten

Gemäß der besagten Anleitung habe ich dann den Schaft bearbeitet und die abstehenden Ecken entfernt und den Durchmesser etwas verkleinert. Mit einem Dremel ging das ganz einfach. Danach lässt sich der Vier-Im-Pott Sidestick aufsetzen und die Kabel durch das Innere des Schafts ziehen. Aber Achtung: als ich das Foto geschossen habe, hatte ich die Kabel noch ganz nach unten raushängen. Da sitzt aber die Feder später. Die Kabel müssen oberhalb des weißen Sockels rausgeführt werden, so wie es auch beim Originalkabel war!

Die Kabel müssen oberhalb des weißen Sockels rausgeführt werden. Auf dem Foto falsch!

Danach habe ich die Kabel vom A320 Stick an das Original-Kabel vom Logitech Stick gelötet. Hierbei ist Orange gleich geteilte Masse und Grün und Rot sind für die Signale für die beiden Buttons.

Zu guter letzt das Ganze wieder auf den ausgeschnittenen Boden gesetz, mit Gewindeschrauben auf dem Holzfundament montiert und die Kabel auf die Rückseite geführt und dort mit der Original-Platine wieder verbunden. Fertig ist die Laube!

Rückseite Sidebase

Nav Daten automatisch kopieren

Ich nutze Jeehell als Flugmodell. Für die Navigationsdaten nutze ich Navigraph.

Nun bietet Navigraph mit dem Navigraph FMS Tool eine bequeme Lösung zum Download der jeweils aktuellen Navigationsdaten in den je Anwendung benötigten Formaten. Für Jeehell benötigt ich ein anderes Format als wiederum für ActiveSky und wieder ein anderes für PFPX. Das FMS Tool lädt die Daten in die jeweils definierten Download-Ordner.

Da ich für mein Homecockpit die Navigationsdaten jedoch auf mehrere Rechner verteilen muss, war das immer ein wenig Kopierarbeit.

Ich hatte hierzu mal ein Tool von Dieter Kreiskott genutzt, welches die Aktualisierung automatisch durchgeführt hat. Nun, leider finde ich es nicht mehr (vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben). Andererseits deckt es aber auch nur Jeehell ab -ich muss aber auch den CPDLC Server versorgen.

Um mir die Arbeit zu erleichtern, habe ich daher eine kleine Batch-Datei angelegt, um den monatlichen Kopierjob zu automatisieren. Meine Programmierkenntnisse sind mittlerweile mehr als überschaubar, von daher ist es ein absolut simples Skript – aber es funktioniert 😉

@ECHO OFF
 cls
 REM FS2
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\Navdata1\cycle_info.txt" "\Fs2\A320FMGS\Navdata\Navdata1" /Y
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\Navdata1\navrecord.dat" "\Fs2\A320FMGS\Navdata\Navdata1" /Y
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\ARPT.bin" "\Fs2\A320FMGS\Navdata" /Y
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\AWY.bin" "\Fs2\A320FMGS\Navdata" /Y
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\FIX.bin" "\Fs2\A320FMGS\Navdata" /Y
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\HOLD.bin" "\Fs2\A320FMGS\Navdata" /Y
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\MKR.bin" "\Fs2\A320FMGS\Navdata" /Y
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\MORA.bin" "\Fs2\A320FMGS\Navdata" /Y
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\NAVAID.bin" "\Fs2\A320FMGS\Navdata" /Y
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\NavDB.bin" "\Fs2\A320FMGS\Navdata" /Y
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\PROC1.bin" "\Fs2\A320FMGS\Navdata" /Y
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\PROC2.bin" "\Fs2\A320FMGS\Navdata" /Y
 copy "P:\A320FMGS\Navdata\RWY.bin" "\Fs2\A320FMGS\Navdata" /Y
 cd\
 pause

Wenn ihr den Copy-Job auf Eure Netzwerk-Umgebung anpassen wollt, diese Zeilen einfach in den Windows Text-Editor kopieren und als “*.bat” Datei speichern. Achtet darauf, dass Zielordner im Netzwerk freigegebene Netzwerk-Ordner sein müssen!

Dazu habe ich mir eine Verknüpfung auf den Desktop gelegt. Ein Klick, und alle Dateien werden automatisch auf die veschiedenen Zielrechner aktualisiert.